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Hafentyp

Produktionshafen Ein Produktionshafen zeichnet sich dadurch aus, dass in direkter HafennĂ€he oder auf dem HafengelĂ€nde Anlagenhersteller ansĂ€ssig sind und dort die Fertigung von Windkraftanlagen-Komponenten, z.B. Turmsegmente, Gondeln, Naben, RotorblĂ€tter, Fundamente und Seekabeln, durchfĂŒhren. Zumeist gibt es fĂŒr jede Komponentenart eigene ProduktionsstĂ€tten, so dass an einem Produktionsstandort nicht zwangslĂ€ufig gesamte Windkraftanlagen produziert werden, sondern ggfs. einzelne Elemente.
Installationshafen In einem Installationshafen erfolgt die Vormontage (Assembling) der Offshore-Windkraftanlagen bevor diese zum Offshore-Windpark verschifft und dort installiert werden. Die Grundvoraussetzungen eines Installationshafen sind ausreichend verfĂŒgbare Lagerungs- und MontageflĂ€chen (ca. 5ha - 15ha je Windpark), sowie schwerlastfĂ€hige Hinterlandanbindungen, KaiflĂ€chen und VerladekapazitĂ€ten (Einzelgewicht von 600t – 1.000t). Wasserseitig ist im Hafenbecken eine ausreichende Wassertiefe von 8m (abhĂ€ngig vom Schiffstyp) notwendig. ZusĂ€tzlich muss die Bodenbelastung das Aufjacken von Installationsschiffen ermöglichen.
Reaktionshafen Die ReaktionshĂ€fen zeichnen sich durch eine geringe Entfernung zu den Windparks aus und sind Ausgangspunkt fĂŒr spontane und kurzfristige Reparaturen. An den ReaktionshĂ€fen werden Betriebsmittel, Werkzeuge und kleine Komponenten vorgehalten.
Versorgungshafen VersorgungshĂ€fen dienen der Versorgung der Windparks und der ReaktionshĂ€fen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um regelmĂ€ĂŸige und geplante Transporte. Zumeist werden als Versorgungsstandorte HĂ€fen an der FestlandkĂŒste in Frage kommen. An den VersorgungshĂ€fen werden ausreichend Betriebsmittel, Werkzeuge, kleinere und mittelgroße Komponenten gelagert. ZusĂ€tzlich sind KapazitĂ€ten fĂŒr Personen-, BĂŒro- und SozialrĂ€ume notwendig.
Umschlaghafen Im Umschlaghafen bzw. Import- und Exporthafen werden Windkraftanlagenkomponenten umgeschlagen. Die umgeschlagenen Komponenten werden entweder auf den VerkehrstrĂ€ger Schiff verladen (Export) oder von dem ankommenden Schiff gelöscht (Import). Ein Im- und Exporthafen benötigt ausreichend LagerflĂ€chen um die Komponenten zwischenzulagern sowie schwerlastfĂ€hige KaiflĂ€chen und VerladekapazitĂ€ten fĂŒr die UmschlagstĂ€tigkeiten. Der Vor- oder Nachlauf der Komponenten bis/ab Hafen erfolgt zumeist per LKW, wodurch neben einer schwerlastfĂ€higen Hinterlandanbindung ebenso eine gute Erreichbarkeit vorhanden sein sollte.
F&E-Standort F&E-Standorte und Teststandorte dienen der Weiterentwicklung der Windkrafttechnologie. Neben den Anlagenherstellern sind auch andere Institutionen an der Forschung und Entwicklung von Einzelkomponenten beteiligt. Die Forschungsleistungen werden dabei durch betriebsinterne Forschungs- und Entwicklungszentren, externe gewerbliche Anbieter oder Hochschulen und staatliche Forschungseinrichtungen durchgefĂŒhrt. An den Teststandorten werden neu entwickelte Windkraftanlagen installiert um Erfahrungswerte im laufenden Betrieb zu erlangen. Auch Offshore-Windkraftanlagen werden zumeist auf dem Land getestet. An den Trainings- und Schulungseinrichtungen werden die Mitarbeiter fĂŒr den Einsatz an den Windkraftanlagen, speziell fĂŒr den Offshore-Einsatz, ausgebildet.
Schutzhafen Ein Schutzhafen bietet NotliegeplĂ€tze als Pufferfunktion bei Schlechtwetter sowie Platz fĂŒr Schutz suchende Schiffe aus dem Baufeld. Er zeichnet sich durch große und geschĂŒtzte wasserseitige FlĂ€chen aus.

GewerbeflÀche

mindestens

Emden Papenburg Wilhelmshaven Nordenham Brake Cuxhaven Stade Norddeich

Die Stromversorgung der Zukunft wird unter anderem durch die Nutzung der Offshore-Windenergie geprägt sein. Bei der Installation und anschließenden Wartung und Versorgung der Offshore-Windparks in der Nordsee stellen die Niedersächsischen Seehäfen strategische Knotenpunkte dar. Mit weiträumigen, schwerlastfähigen Infrastrukturen und innovativen Logistik- und Servicekonzepten stehen die Seehafenstandorte in Niedersachsen der Windenergiebranche als verlässlicher Partner zur Verfügung.


Eine hafennahe Produktion der Offshore-Komponenten gewährleistet kurze Transportwege an Land und birgt damit Kosten- und Zeitsparpotentiale. In den Niedersächsischen Seehäfen stehen umfangreiche Flächenpotentiale zur Ansiedlung für Unternehmen und Zulieferer der On- und Offshorebranche zur Verfügung.